E-2-Visum abgelehnt – was Sie jetzt tun sollten

Kategorie: Strategie & Praxis, US-Visa-Typen

Eine Ablehnung des E-2‑Visums ist kein Endpunkt. Oft lassen sich die Gründe klar erkennen und gezielt beheben. Mit einer durchdachten Nachbesserung, zusätzlichen Nachweisen oder einer erneuten Antragstellung bestehen weiterhin gute Chancen auf Erfolg.

E-2-Visum Ablehnung und Gründe

Warum ein E-2-Visum abgelehnt wird

Eine Ablehnung bedeutet selten, dass Ihr Vorhaben grundsätzlich ungeeignet ist. Meist fehlt dem Konsulatsbeamten ein entscheidendes Element, das belegt, dass Ihr Unternehmen in den USA wirklich wirtschaftlichen Mehrwert schafft oder dass Sie Ihr Projekt ernsthaft und realistisch umsetzen wollen.

Typische Gründe für Ablehnungen sind unter anderem:

  • unzureichender wirtschaftlicher Mehrwert in den USA
  • zu geringe oder nicht weit genug fortgeschrittene Investitionen
  • unklare Kundenakquise oder fehlende Online-Präsenz
  • Zweifel an Ihrer unternehmerischen Ernsthaftigkeit
  • fehlende Aussicht auf Profitabilität

Wirtschaftlicher Mehrwert: häufiger Stolperstein

In vielen Fällen scheitert der Antrag, weil nicht klar genug erkennbar ist, welchen Nutzen Ihr Unternehmen für die US-Wirtschaft generieren wird. Auch wenn es gesetzlich nicht ausdrücklich verlangt wird, erwarten viele Konsulate, dass Sie zumindest mittel- bis langfristig Arbeitsplätze schaffen oder regelmäßig Leistungen anderer US-Unternehmen in Anspruch nehmen.

Ein Richtwert, der in der Praxis oft genannt wird, liegt bei etwa 40.000 US‑Dollar wirtschaftlichem Mehrwert pro Jahr – sei es durch Angestellte oder durch Aufträge an andere Unternehmen. Es lohnt sich, diesen Punkt im Businessplan sehr konkret darzustellen. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zum E‑2‑Visum für Investoren.

Unzureichende Investition oder fehlende Vorbereitung

Gerade bei Geschäftsmodellen mit niedrigen Einstiegskosten achten Konsulate darauf, ob Sie alle erforderlichen Schritte bereits umgesetzt haben. Dazu gehören beispielsweise:

  • fertige und aktive Webseite
  • notwendige Maschinen und Ausstattung
  • Marketingmaterialien wie Flyer oder Social‑Media‑Kampagnen
  • erste potenzielle Kundengespräche

Wenn Sie angeben, Kunden über eine Webseite zu gewinnen, muss diese spätestens zum Interview fertig sein. Fehlt sie noch, kann das allein zur Ablehnung führen – selbst wenn die übrigen Voraussetzungen stimmen.

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Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Vorhabens

Manche Fälle scheitern, weil der Beamte nicht überzeugt ist, dass Sie das Unternehmen wirklich langfristig führen möchten. Das betrifft beispielsweise Antragsteller mit sehr hohem Vermögen, deren Lebenslauf nicht zur geplanten Tätigkeit passt. Hier helfen zusätzliche Nachweise, weitere Investitionen oder eine präzisere Darstellung der Motivation.

Was Sie nach einer Ablehnung tun können

Die gute Nachricht: Sie können jederzeit einen neuen Antrag stellen. Entscheidend ist jedoch, die Ablehnungsgründe zu verstehen. Da das Ablehnungsschreiben meist nur wenige Standardformulierungen enthält, ist es wichtig, im Gespräch genau zuzuhören. Die Fragen, Reaktionen und Schwerpunkte des Beamten geben oft deutliche Hinweise darauf, was verbessert werden muss.

Mögliche Schritte nach der Ablehnung:

  • Investitionen ergänzen oder dokumentieren
  • Kundenakquise konkretisieren
  • Website fertigstellen
  • Businessplan präzisieren
  • zusätzliche Maschinen oder Ausstattung erwerben
  • wirtschaftlichen Mehrwert klar darstellen
  • Termin für neue Antragstellung vereinbaren

Wann professionelle Unterstützung sinnvoll ist

Gerade nach einer Ablehnung ist es wichtig, strategisch und argumentativ sauber vorzugehen. Ein erfahrener Berater kann die Gesprächssituation mit dem Konsulat auswerten, typische Fehlerquellen identifizieren und die notwendigen Nachbesserungen strukturiert vorbereiten. Wenn Sie eine individuelle Prüfung Ihres Falls wünschen, finden Sie hier weitere Informationen zur anwaltlichen Begleitung: Anwalt für USA‑Visa.

Fazit

Eine Ablehnung bedeutet keineswegs das Aus für Ihren Traum vom Leben und Arbeiten in den USA. Mit einer gezielten Nachbesserung, klaren Nachweisen zu Investition, wirtschaftlichem Mehrwert und einer professionellen Darstellung Ihres Projekts können Sie die Erfolgschancen beim erneuten Antrag deutlich steigern.

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